Nele in Namibia

Was mache ich?

Das ist die Kirche in Swakopmund.
Richtfest war 1911.
Die Orgel und alles Holz ist mit Schiffen
von Deutschland nach Namibia transportiert worden.

Ich mache ein Auslandsvikariat in Namibia.

Vikariat ist nach dem Theologiestudium die zweite praktische Phase der Ausbildung zur Pfarrerin. Mein Vikariat habe ich in der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW) absolviert in der Kirchengemeinde Unna-Massen. Unter Begleitung eines Mentors und im Zusammenspiel mit den Predigerseminareinheiten habe ich Grundlegendes für die Praxis im Pfarrberuf gelernt.

Nun folgt eigentlich auf das Vikariat der Probedienst. Laut Kirchenrecht ist das die “ Bewährung in der selbstständigen und eigenverantwortlichen Ausübung des Pfarrdienstes „.

Ich habe mich allerdings entschieden noch ein Auslandsvikariat in deiner deutschsprachigen Gemeinde in Namibia dazwischen zu schieben.

Meine Motivation? Neues Lernen, mehr Erfahrung sammeln – insbesondere in dem Bereich Ökumene, also der Gemeinschaft und Gesamtheit der verschiedenen christlichen Kirchen.

Ich bin hier auf eine freie Pfarrstelle gekommen und bin nun mit dem Kollegen Pastor Klaus-Peter Tietz zuständig für die Küstengemeinden Namibia. Das sind fünf Gemeinden über mehrere hunderte Kilometer verteilt. Die meiste Zeit verbringe ich in den zwei Gemeinden Swakopmund und Walvis Bay, die ca. 30km auseinander liegen.

Hier werde ich nicht Vikarin genannt, sondern Pastorin. Wir haben uns auf den Titel geeinigt, weil ich eine fertige Ausbildung habe und der Begriff Vikarin hier möglicherweise zu Missverständnissen führt, als komme ich als Naseweiß. Ganz so ist es ja nun nicht nach zweieinhalb Jahren praktischer Ausbildung im Kirchenkreis Unna. Offiziell ist mein Status der einer Vikarin.

Meine Aufgaben? Alles, was eine Pastorin eben macht.

  • Gottesdienste vorbereiten und halten im Zusammenspiel mit allen Mitwirkenden (Kirchenmusik, Lektorendienst, Begrüßungsdienst, Gemeindebüro). Sonntags oder wöchentlich in den Altenheimen.
  • Konfirmandenarbeit – planen, vorbereiten, durchführen
  • Kasualien – das sind Gottesdienste zu speziellen Anlässen (Taufen, Trauungen, Trauerfeiern, Konfirmationen, etc.)
  • Seelsorge – hören, wie es den Menschen geht; hinhören, wo ich begleiten und unterstützen kann; da sein, wo ich gebraucht bin; Krankenabendmahle feiern
  • Bibelgruppen – eine auf Deutsch und eine auf Englisch. Themen und Fragen und Bibeltexte besprechen.
  • Organisieren – z.B. Gemeindebriefthemen zusammenstellen, schreiben oder delegieren und controlling des Ganzen.
  • Jugendhauskreis – hier schaue ich demnächst mal rein, weil sie sich gewünscht haben, dass ich komme und was mit ihnen mache.
  • u.v.m. – fragt nach, was euch interessiert

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Thema von Anders Norén