Nele in Namibia

RegenSEGEN

Regensegen in Windhoek.

Ein großes Problem hier in Namibia ist die Dürre. Nun ist im Norden – Gott sei’s gedankt – viel Regen gefallen, sodass die Wasserfälle wieder laufen. Die nächste Ernte ist aber erst im April zu erwarten. Der Süden ist immer noch sehr trocken. Der Wasserspiegel des Hardap-Dammes war so niedrig, dass den Farmern die Wasserzufuhr zum Bewässern ihrer Felder abgedreht wurde. Damit ist vermutlich die gesamte Maisernte kaputt gegangen. Die Tiere mussten zugefüttert werden, denn viele sind schon gestorben. Manche Farmer haben ihre mageren Rinder verkauft und müssen von vorne anfangen. Es hängen ganze Existenzen am Regen. Die 280000 Menschen (Quelle: The Namibian) im ländlichen Teil Namibias (das ist 1/5 der Bevölkerung!) leiden unter einer Hungersnot aufgrund der Dürre. Das liegt zumeist daran, dass das Einkommen der Menschen aus der Landwirtschaft kommt. Seit Mai ist hier in Namibia der Notstand ausgerufen. Es gibt finanzielle Unterstützung und Subventionen seitens des Staates (auch mit Hilfen aus Deutschland), aber das reicht bei weitem nicht aus. Die Situation hier ist schlimm. Erschreckender ist noch, dass man davon kaum etwas mitbekommt.

Im Januar und Februar hat es geregnet!

Wunderbar!
Eine echte Erleichterung.

Das war so wundervoll. Die Dämme sind wieder voller gelaufen. Einer ist sogar übergelaufen. Die Grundwasserversorgung für die Hauptstadt ist wieder gewährleistet. Dennoch bleiben Wasserrestrictions erhalten. Man weiß nie, wieviel Regen im nächsten Jahr fällt.

Die Stimmung der Leute hat sich verändert. Wie ein Erwachen aus einer Winterdepression. Freude über Freude. Die zeigst im Altenheim Videos von Regen in Namibia und die machen kleine Freudentänzchen und schnattern so laut, dass du dir fast die Ohren zuhalten musst. Das ist wirklich echte Freude!

Hier in Walvis Bay weht gerade kalter Südwester-Wind. Diese Woche (16. März) soll es im Inland wieder regnen, damit wird es bei uns an der Küste wieder schöner und wärmer! 🙂

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Thema von Anders Norén