Nele in Namibia

EKD-Konferenz in Südafrika

Die EKD hat im Januar zu einer Regionalkonferenz eingeladen. Regional heißt in dem Fall: Alle Pfarrer*innen, die von der EKD in afrikanische Länder gesandt sind. Die Länder sind derzeit Nigeria, Ghana, Tansania, Kenia, Südafrika, Simbabwe und Namibia. Die Gemeindesituationen sind ganz unterschiedlich. Es sind Partnerkirchen, wie im Falle Namibias (ELKIN DELK) und auch Südafrikas (NELKSA) oder es sind eigene Gemeinden, die vorrangig für Expats sind. Menschen, die in diesen Ländern für mehrere Monate oder Jahre arbeiten. Und dann gibt es noch internationale Gemeinden, wie z.B. Simbabwe.

Inhaltlich geht es bei dieser Tagung viel um Austausch und Kennenlernen, sofern neue Menschen dazugekommen sind. Es ging thematisch auch um Herausforderungen. So zum Beispiel die Frage: In welcher Sprache findet Gottesdienst und Gemeindeleben statt. Lässt sich das Deutschsprachige noch halten? Die Situationen sind so unterschiedlich, dass es weder einfache noch einheitliche Lösungen gibt. Auch die Herausforderungen, die mit der deutschen Kultur zusammenhängen, sind Thema. Wie verändern sich Gemeinden, wenn andere Kulturen der Gemeinde angehören?

Ich finde diese Fragen ganz besonders interessant, da das ja auch in Deutschland ein Thema ist. Wie offen sind wir eigentlich für Menschen, die nicht aus der deutschen Kultur kommen und andere Sprachen sprechen? Was ist eigentlich die deutsche Kultur und haben die verschiedenen Milieus nicht auch verschiedene Kulturen?

Ich denke, dass Fragen, Herausforderungen und Chancen rund um das Thema interkulturelle Theologie mich nachhaltig beschäftigen werden.

Was denkt ihr dazu? Hinterlasst gerne einen Kommentar 😊

Constitution Hill

Wenn das dein Blick in den Himmel ist…
Woran glaubst du?
Woran hältst du dich fest?

Es gab einen Ausflug zum Constitution Hill in Johannesburg. Das ist ein ehemaliges Gefängnis und nun ein Museum, in dem die Geschichte Südafrikas auf dem Weg von Apartheid hin zur Unabhängigkeit und Demokratie erzählt wird.

Tourguide.

Flame of democracy.

Constitution of South Africa.

Heute ist da auch das „Constitition Court“, also das Verfassungsgericht, das die Menschenrechte bewahrt. Es könnte wohl keinen besseren Ort dafür geben.

Consitutional Court.

Menschen wie Nelson Mandela, Winnie Mandela, Albertina Sisulu und Mahatma Gandhi waren hier im Gefängnis. Die Zustände sind furchtbar. Die Zellen im Frauengefängnis so groß, dass man sich einmal lang hinlegen kann und sich einmal drehen kann.

Hier sieht man die Zellenabgrenzungen.
Die Wände gibt es nicht mehr.
Unvorstellbar…
oder doch nicht?

Es ist so wichtig, dass Südafrikas Geschichte immer wieder erzählt wird. Es war zu grausam, um das zu wiederholen. Das System Apartheid darf nie wieder passieren. Nie. Niemals wieder!

„It is said that no one truly knows a nation until one has been inside its jails. A nation should not be judged by how it treats its highest citizens, but its lowest ones and South Africa treated its imprisoned African citizens like animals.” (Nelsen Mandela, 1994)

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